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Bubble-Tea ungesund?

Status Quo (verf. am 24.08.2012)

Nach nur wenigen Monaten Hype-Situation in Deutschland liegt das wunderbare Produkt Bubble-Tea praktisch zerstört am Boden. Kein Tag vergeht, an dem nicht irgendeine Zeitschrift, ein Sender oder eine Internetplattform negativ über Bubble-Tea berichten – leider an vielen Stellen sogar berechtigt.

Die Quintessenz dessen, was uns die Presse – mehr oder minder gut recherchiert – wissen lässt, klingt alarmierend und vernichtend zugleich:

Erhöhte Kindersterblichkeit?

Gewarnt wird vor den Tapioka-Kugeln und den Popping Bobas mit ihren gut 10mm großen Durchmessern, die bei Kleinkindern zu Erstickungen und Lungen-Embolien führen könnten. Dieser Hinweis ist der Sache nach durchaus nicht falsch, doch sind erziehende Mütter und Väter so grenzenlos dumm, dass sie ihren 1-5 Jahre alten Kindern vorgenannte Kugeln zum Trinken mit einem dicken Strohhalm geben? Schenken Eltern dem Nachwuchs dieses Alters etwa auch Murmeln zum Spielen? Hier wurde weit über das Ziel hinaus geschossen. In der Wahrnehmung des Gastes wurde aus der Möglichkeit eine Tatsache und kurze Zeit später eine ganze Serie. Unsere Kunden sind immer ganz erstaunt, wenn wir berichten, dass es noch gar keine Todesfälle zu beklagen gab.

Alle werden dick und dicker?

Gewarnt wurde vor extremen Kalorienbomben. Leider gab und gibt es dazu tatsächlich guten Grund. Viele auf dem Markt befindlichen Produkte bestehen zu einem großen Teil aus Zucker. Dabei war im Ursprungsland Taiwan der Bubble-Tea eine staatliche Maßnahme, Kinder gesund zu ernähren. Frischer Tea wurde mit Fruchtsaft oder -sirup abgeschmeckt und Tapioka-Perlen (Kügelchen aus Maniok-Stärke) wurde zugegeben, um daraus ein echtes Nahrungsmittel zu kreieren.

Als Bubble-Tea dann in Deutschland ankam, wurde er aus zum größten Teil undefinierbaren Sirupen aus Fernost produziert, die aus Zucker, nicht unbedenklichen Azo-Farbstoffen, nicht näher definierten Aromen und Verdickungsmitteln bestehen. Unmengen an Invertzucker wurden überdies den Mixturen zugegeben und die Zugabe von Popping Bobas mit ebensolchen Inhaltsstoffen führte zur wahren Kalorien-Invasion.

Dass all das nicht notwendig ist, zeigten wir zunächst mit der Herstellung unserer Sirupe auf Basis von Fruchtsaftkonzentraten und reiner Fructose. Der Zusatz von natürlichen Aromen und der Verzicht auf Verdickungsmittel sowie gesundheitsgefährdende Farbstoffe bringen diese Produkte “back to the roots”.

Werden Popping Bobas zudem auch noch mit natürlichen und nicht zu stark gesüßten Säften hergestellt, dann kommt ein Bubbletea gerade einmal noch auf 30-50 kcal je 100g.

Ist Bubble-Tea krebserregend?

Bei einigen wenigen Proben wurden jüngst gefährliche Substanzen gefunden, die bei Proben aus Geschäften einer Bubble-Tea-Kette stammten. Konzentration und tatsächliches Gefährdungs-Potential waren noch gar nicht abschließend analysiert, schon stürzte sich praktisch die gesamte Presselandschaft auf vorgefertigte Berichte, kopierte und veröffentlichte diese.

Fakt ist offensichtlich, dass bei neun Proben von täglich hunderttausenden an Portionen Spuren von unzulässigen Substanzen gefunden wurden. Das allein ist natürlich schlimm genug, denn jeder Betreiber hätte es in der Hand, sauber produzierte Produkte zu verkaufen.

Ist nur eine schlechte Nachricht ein gute Nachricht?

Unsere Versuche, heute die Medien mit der frohen Botschaft zu beglücken, dass es auch gesunden Bubbletea gibt, stieß in der Regel auf kollektives Desinteresse. Eine Chefredakteurin sagte sogar wörtlich: “Gute Nachrichten zu Bubble-Tea veröffentlichen wir nicht!”

Mithin nahmen wir heute einige tausend Euro in die Hand und versuchen nun selbst, möglichst breitenwirksam der Negativwerbung durch kompetente und ehrliche Auseinandersetzung mit dem Thema entgegenzuwirken.

Wie geht Bubble-Tea gesund oder zumindest nicht ungesund?

Eigentlich ganz einfach: Frischen Tee kochen, die neuen, fruchtbasierten Sirupe von EmK richtig dosieren und am besten mit dem Bobamat selbst Bobas aus gesundem Obstsaft herstellen.

Und wie geht es weiter?

Bubble-Tea hat noch nicht verloren. Wenn jeder Anbieter umgehend seine Produkte einer kritischen Prüfung unterzieht und alles nur andeutungsweise Bedenkliche sofort aussondert, dann hat das wunderbare Produkt Bubble-Tea eine zweite Chance.

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